Glossar: Sicherheitsbegriffe verständlich erklärt
Lieferkettensicherheit ist voller Abkürzungen. Hier steht, was jede davon tatsächlich bedeutet, in klarer Sprache, damit Sie eine Lieferantenbewertung ohne Entschlüsselungshilfe lesen können.
- BEC
- Business Email Compromise: Betrug, bei dem sich ein Angreifer als vertrauenswürdige Person ausgibt, um Mitarbeiter zu Zahlungen oder Datenweitergabe zu verleiten.
- BIMI
- Brand Indicators for Message Identification: ein Standard, der Ihr verifiziertes Logo neben authentifizierten E-Mails in unterstützenden Postfächern anzeigt; erfordert durchgesetztes DMARC.
- CVE
- Common Vulnerabilities and Exposures: eine öffentliche Kennung für eine bestimmte bekannte Schwachstelle.
- CVSS
- Common Vulnerability Scoring System: ein Wert von 0 bis 10 für die Schwere einer Schwachstelle.
- DANE
- DNS-based Authentication of Named Entities: veröffentlicht den Fingerprint Ihres TLS-Zertifikats im DNS, damit Absender ihn prüfen können. Erfordert DNSSEC.
- DKIM
- DomainKeys Identified Mail: eine kryptografische Signatur, die beweist, dass eine E-Mail wirklich von Ihrer Domain stammt und nicht verändert wurde.
- DMARC
- Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance: ein E-Mail-Standard, mit dem Sie steuern und überwachen, wer E-Mails mit Ihrer Domain versenden darf.
- DNSSEC
- Domain Name System Security Extensions: signiert Ihre DNS-Einträge, damit Angreifer sie nicht fälschen und Ihren Verkehr umleiten können.
- DORA
- Digital Operational Resilience Act: EU-Verordnung zur operationellen und IKT-Resilienz im Finanzsektor, ein Geschwister von NIS2.
- EASM
- External Attack Surface Management: kontinuierlicher Einblick in alles, was von Ihnen aus dem Internet erreichbar ist, so wie ein Angreifer es sieht.
- EPSS
- Exploit Prediction Scoring System: die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwachstelle in naher Zukunft real ausgenutzt wird.
- HSTS
- HTTP Strict Transport Security: ein Header, der Browsern sagt, Ihre Website ausschließlich über verschlüsseltes HTTPS aufzurufen.
- Infostealer
- Schadsoftware, die gespeicherte Passwörter, Cookies und andere Zugangsdaten von einem infizierten Gerät stiehlt.
- KEV
- Known Exploited Vulnerabilities: ein Katalog von Schwachstellen, die nachweislich aktiv von Angreifern ausgenutzt werden.
- MCP
- Model Context Protocol: ein Standard, um KI-Modelle mit Werkzeugen und Daten zu verbinden. Ein im Internet exponierter MCP-Endpunkt kann Daten preisgeben oder unbeabsichtigten Zugriff gewähren.
- MFA
- Multi-Faktor-Authentifizierung: ein zweiter Faktor (App-Code, Sicherheitsschlüssel) zusätzlich zum Passwort. Von NIS2 Art. 21(2)(j) erwartet.
- MTA-STS
- Mail Transfer Agent Strict Transport Security: erzwingt für an Ihre Domain gesendete E-Mails verschlüsselte Verbindungen.
- NIS2
- Die EU-Richtlinie über Netz- und Informationssicherheit 2, die vielen Organisationen Cybersicherheits- und Lieferkettenpflichten auferlegt.
- RBL
- Realtime Blackhole List / DNS-Blockliste: eine veröffentlichte Liste von IP-Adressen, die für Spam oder Missbrauch bekannt sind; steht die IP Ihres Mailservers darauf, können Empfänger Ihre E-Mails ablehnen.
- RPKI
- Resource Public Key Infrastructure: belegt kryptografisch, welches Netz Ihre IP-Bereiche ankündigen darf, und verhindert Route-Hijacking.
- SAQ
- Supplier Assessment Questionnaire: ein strukturierter Sicherheitsfragebogen an Lieferanten, dessen Antworten norppa mit Scan-Nachweisen abgleicht.
- SBOM
- Software Bill of Materials: ein Verzeichnis der Komponenten, aus denen eine Software besteht.
- Shadow IT
- Systeme und Dienste, die in einer Organisation ohne Wissen oder Genehmigung der IT-Abteilung genutzt werden.
- SPF
- Sender Policy Framework: ein DNS-Eintrag, der die zum Senden für Ihre Domain berechtigten Server auflistet.
- TLS
- Transport Layer Security: die Verschlüsselung hinter HTTPS, die Daten bei der Übertragung schützt und eine Website identifiziert.
- TLS-RPT
- SMTP TLS Reporting: E-Mail-Empfänger melden täglich, ob an Ihre Domain zugestellte E-Mails verschlüsseltes TLS nutzten, sodass fehlgeschlagene oder herabgestufte Verbindungen sichtbar werden.
- TPRM
- Third-Party Risk Management: die Praxis, das Risiko zu bewerten und zu überwachen, das Lieferanten und Partner in Ihr Unternehmen einbringen.
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